Auch änderte sich mein Verhältnis zu mir selber. Bislang hatte ich mich vornehmlich als ein Opfer gesehen, hilflos der Gewalt meines Vaters ausgeliefert.
Aber nun musste ich erkennen, dass auch in mir ein Gewalttäter steckte, ein Totschläger womöglich. Unter dem depressiven, suizidalen Deckel hatte sich eine geradezu mörderische Wut aufgestaut. Jetzt brach sie sich erschreckend - und erlösend - Bahn.
Bahn brach sich aber auch eine sexuelle Leidenschaft, wie ich sie noch nicht erlebt hatte. In ihrer Intensität lieferte sie sich einen Wettstreit mit dem Hass auf meinen Vater.
aus: “Bis zum Morgen”
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Mit dem Stoß des Messers…
Wie konnte dieser Rausch, dieses Fieber…